"Du willst Bondage lernen? Kein Problem, du brauchst nur diese Seemanns/Pfadfinder/Bergsteiger/Wasauchimmer-Knoten". Eine Aussage, bei der sich mir regelmässig die Nackenhaare aufstellen. Einerseits weil für das Fesseln von Menschen nunmal andere Techniken benötigt werden als für das Fesseln von Bergen, Bäumen und Schiffen. Aber andererseits auch, weil Bondage für mich soviel mehr ist, als nur Menschen mit Seil bewegungsunfähig zu machen und zu dekorieren. Dass zu Bondage aber neben Knoten und Wicklungen auch Intimität, Nähe, Verbindung und Leidenschaft dazu gehören, ist eine Tatsache, die irgendwie immer unter "das passiert dann automatisch, sobald die Seile dran sind" abgehandelt wurde.Es gibt mittlerweile eine breite Auswahl an Büchern, die beschreiben, wie man mehr oder weniger fachgerecht Menschen verschürt. Mit "Rope, Bondage and Power" gibt es erstmals ein Buch, dass sich mit dem beschäftigt, was darüber hinaus geht, mit den "soft skills". Weswegen ich es jedem fesselinteressierten Menschen ans Herz legen würde, auch wenn auf den ganzen 150 Seiten kein einziger Knoten erklärt wird.
"Rope, Bondage and Power" vereint unter der Redaktion von Lee Harrington Beiträge herrausragender westlicher Bondagelehrer und -autoren. Mit dabei sind zum Beispiel JD von den Knotty Boys , Graydancer , Zamil , Esinem , Van Darkholme , LqqkOut und noch viele andere.

Die Themen reichen dabei von praxisorientierten Überlegungen, wie man den passenden Fesselpartner findet oder "richtig" fesselt über Gedanken zu Bondage und Feminismus bis hin zu persönlichen Geschichten und emotionalen und spirituellen Aspekten des Fesselns.

Die verschiedenen Autoren bringen jeder ihre eigene Perspektive mit ein, was zum Reiz des Buches beiträgt und die Vielseitigkeit dieser Szene zeigt. Die Texte sind gut zu lesen, man sollte allerdings schon über gute Englischkenntnisse verfügen.

Als einziger Kritikpunkt bleibt mir die Verarbeitung - ein billiges Softcover mit labbrigem Einband, der sich jetzt nach einem knappen Jahr in beide Richtungen biegt. So ein schönes Buch hätte etwas besseres verdient.

Davon abgesehen ist es aber schön anzusehen, das Cover ist dezent geschmackvoll gehalten und man kann es problemlos nichtperversen Bekannten in die Hand drücken, um sie über die Hintergründe von diesem ganzen pervesen Fesselkram aufzuklären.





"You want to learn bondage? No problem,, all you need are these sailor/boy scout/climbing/whatever knots". A statement that frequently makes my toe nails curl. On the one hand because tying people requires different techniques than tying ships, rocks and trees. But on the other hand because to me bondage is so much more than just immobilizing and decorating people with rope. The fact that intimacy, connection, passion and being close are just as important in bondage as are knots and wrappings is often summed up under "that happens automatically once the ropes are on".

There's a wide choice of books available nowadays that describe how to tie up people in one way or another. With "Rope, Bondage and Power" we get the first book that goes beyond that, a book that covers the "soft skills" of bondage. Which is why I recommend it to anybody interested in bondage, even though it doesn't cover a single knot in all of its 150 pages.

"Rope, Bondage and Power" unites under the editorship of Lee Harrington contributions from exceptional western bondage teachers and authors like JD of the Knotty Boys , Graydancer , Zamil , Esinem , Van Darkholme , LqqkOut and more.

The topics covered reach from practical thoughts on finding a suitable bondage partner or tying someone the "right" way to thoughts about bondage and feminism and even to personal stories and some of the emotional and spiritual aspects of rope.

Each author brings in its own unique perspective which adds to the charm of the book.

The only real critique I must voice is the manufacturing quality. It's a typical cheap softcover book with a flimsy binding that's starting to curl after sitting on the shelf for ~a year. A beautiful book like this deserves something better.

Apart from that it's nice to look at. The cover design is unobtrusive and elegant so it's a good book to give to your non-kinky friends to explain the background of all this perverted bondage stuff.


Posted: 2010-06-10 08:35:00

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