damit meine ich in erster Linie die Gesundheit und Achtsamkeit für sich selbst und jene die es dem Gefesselten ermöglicht, vollkommen loszulassen und in den Augenblick aufzugehen. Diesem Thema begegnete ich letztens wieder einmal auf eine ganz neue spannende Weise. So war der Abend lange geplant und vielerlei Ideen spukten in meinem Kopf herum , … Weiterlesen

damit meine ich in erster Linie die Gesundheit und Achtsamkeit für sich selbst und jene die es dem Gefesselten ermöglicht, vollkommen loszulassen und in den Augenblick aufzugehen.

Diesem Thema begegnete ich letztens wieder einmal auf eine ganz neue spannende Weise.

So war der Abend lange geplant und vielerlei Ideen spukten in meinem Kopf herum , die ich umzusetzen gedachte. An diesem Tag allerdings, war beruflich so extrem viel los, das ich selbst die Dusche am Abend nicht ganz nutzen konnte um meinen Geist herunter zu fahren und mich auf die Seilzeit in vollkommener Achtsamkeit zu freuen. So waren noch so viele kleine Details zu erledigen, so waren noch etliche Kleinigkeiten da die offen blieben.

Die Stunde nahte, der Moment war da.. die Fesselung wuchs und mit ihr der schöne Moment darin .

Dennoch bemerkte ich , das der Fluss der Seile nur schwerlich in Gang kommen mochte, sich die Enden der Seile immer wieder verhedderten und so der eigene Fluss des Wickelns und der dadurch einhergehenden eigenen Trance sich nur mühsam zu jener des Models  oder eben meiner Fesselpartnerin gesellen wollte. Später, nach dem abfesseln und dem Moment der Ruhe in den Seilen war eine deutlichere Distanz zwischen uns beiden spürbar. Keineswegs eine auf Missgunst oder durch Schmerz beim Fesseln erzeugte Distanz. Viel mehr eine , die aufgrund der persönlichen Geschehnisse in den jeweiligen Situationen des Aktiven als auch des Passiven  tagsüber oder der vergangenen Tage  als Grundlage diente. Bei einem persönlichen Gespräch dann klärte sich und löste sich sogleich der Knoten im wortwörtlichen Sinne für beide.

Dieses Erlebnis zeigt mir einmal mehr, das sich eine Seilzeit zwar durchaus in eine zweckdienliche Trainingseinheit umgliedern lässt, diese dann jedoch kaum wirklich den Entspannungszustand erreichen mag, den man sich wohl beiderseits gewünscht hätte.

Aber auch , das wir manchmal einfach anerkennen müssen, das selbst bei allen bedachten möglichen Störmomenten und Hindernissen es kaum vermeidbar ist, dass eine Seilzeit oder eben die Seile nicht wollen. Ohne esoterisch klingen zu wollen, liegt mir der Ausdruck der sprechenden Seile auf der Zunge, die uns durch die uns eigene Energie und deren Fluss auf die Seile übertragen wird. Ein hektischeres Knüpfen durch ein verheddern der Seile begünstigt den holperigen Fluss in der Fesselung, der Wahrnehmung durch den Passiven und somit wohl auch irgendwann den unschönen Moment eines Abbruchs während einer Seilzeit.

Dennoch würde ich meinen , sollte eine solche nicht unbedingt negativ gesehen werden. Diese Erkenntnis lässt uns selbst weiterentwickeln und achtsam bleiben, denn eine Fesselung an einem Menschen ist keine mechanische Angelegenheit an einer Puppe die nicht mosert , wenns mal etwas unsanfter wurde ;)

Die Erkenntnis während eines Shootings zu erhalten ist natürlich weniger schön, doch zeigt sie uns auch , das wir nicht immer mit allen Menschen gleichermassen gut Fesseln und ansprechende , in den Bildern übertragbare Stimmungen erzeugen können.

So wirken Gesichter und Momente die in einem Foto zB digitaler Art in der SZ oder Modelkartei oder Fotocommunity zu sehen sind , meist dann intensiver , oft auch einfach authentischer, wenn es für ALLE Mitwirkenden passte.

Das durch DRAGONROPE in Zusammenarbeit mit den Seilschaften ( Ibinuphis / Zamil  / Umino ) erstellte und verfeinerte 5. Punktekonzept hilft hierbei natürlich wunderbar und gibt eine Stütze  oder Checkliste für jene die sich am Beginn ihrer eigenen Bondageerfahrungen befinden

Portrait: Shibari by Patrick (D) - Mein erstes Mal: Privatpersonen berichten von ihrem ersten Fesselerlebnis - Bondage-Artist: Esinem und seine Musik des Fesselns (UK) - Bondage Fotografie:  Charly B. (USA) - Neue Rubrik: Begrifferklärungen "Nawashi" - Produkte: Was gibt es wo? - Tutorials: Knoten lernen - Kolumne: Zamil - Bondage Stellungen: Fotos und Texte zu den unterschiedlichen Möglichkeiten - Bondage Model: Secrets Of Mina (F) - Materialkunde: Endversäumungen von Seil - RatSchlag: Profis gehen auf interessante Fragen ein - Begriffsammlung: Wir erklären Euch die Begriffe - Verzeichnis: Große Sammlung von Kontakten rund ums Fesseln - uvm.

Dieses Konzept erläutern wir an den Seilschaften stets aufs Neue und sind deshalb auch Stolz, dieses nun im Bondagemagazin Ausgabe Nr. 5 präsentieren zu dürfen. Eine Garantie für eine unfallfreie Seilzeit oder gar eine vollkommene Aussage ist dieses Konzept ebensowenig wie sie als Dogmatische Literatur  wahrgenommen werden will.

Allerdings kann sie helfen , die wichtigsten Punkte zu berücksichtigen und Risiken zu minimieren. So kann Punkt 1 “ sind wir fit ? „

durchaus die Aufmerksamkeit auch auf sein eigenes ICH zu lenken und bei aller Lust aufs Fesseln deutlich klarmachen, wenn die Müdigkeit oder das vollkommene Loslassen von den den Geist und die Seele zu belastenden Dingen schwerfällt, man besser einen Abend entspannt in der Badewanne plant und sich so etwas Gutes tut.. vielleicht das ja nach dem Bad der Kopf freier und die Seile williger sind.

Doch übers * WIE  * folgt ein anderer Beitrag zu einem etwas späteren Zeitpunkt ;)

.. das dampfende Wasser mit dem grünlichen Pulver darin schaumig schlagend

grüsst euch

DRAGONROPE©



Posted: 2010-04-10 15:48:26

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